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Schimmel in der Wohnung – Eventuell ein Grund für eine Mietzinsminderung

Schimmelpilzbefall findet sich in etwa jedem 10. Haushalt in Österreich. In den meisten Fällen ist Feuchtigkeit die Ursache.Der Schimmelpilz stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Atemwegsbeschwerden stehen im Zusammenhang mit der Pilzbelastung. Schimmel entsteht grundsätzlich durch erhöhte Luftfeuchtigkeit. Die Feuchtigkeit kann beispielsweise durch undichte Stellen in der Gebäudehülle entstehen. Ebenso kann ein zu feuchtes Raumklima zu Schimmelbefall führen. Für die genaue Untersuchung der Ursachen bedarf es Messungen des Raumklimas sowie der Gebäudethermografie.

Zu klären gilt ob der Schimmelbefall durch unsachgemäßes Nutzungsverhalten oder durch Baumängel hervorgerufen wurde.

Wer haftet bei Schimmel in der Wohnung?

Ist ein Nutzungsverhalten durch den Mieter ausgeschlossen, muss der Hauseigentümer die Sanierung veranlassen. MIETHAMMER rät unverzüglich den Schimmelbefall zu dokumentieren und dem Vermieter anzuzeigen, sowie die Reparatur einzufordern. Da es durch den Schimmelbefall zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des Mietrechtes kommt, besteht die Möglichkeit einer Mietzinsminderung. Dies gilt uneingeschränkt ob Sie imAltbau, Neubau, Einfamilienhaus, Dachgeschosswohnung usw. leben. 

Der OGH hält in seiner Entscheidung 8Ob34/17h folgendes fest:

Der Vermieter hat dafür einzustehen, dass eine Wohnung in ortsüblicher Weise zu Wohnzwecken genutzt werden darf und nutzbar ist. Mit dem Auftreten von Schimmelbildung muss der Mieter weder bei Beginn des Mietverhältnisses noch im Laufe der Zeit rechnen, so der OGH in seiner Entscheidung. Dass die Feuchtigkeitsbildung auf „interne feuchte Quellen“(Atmung, Waschen, Kochen, Aufstellen von Pflanzen) zurückzuführen ist, sage nichts über ein Fehlverhalten der Mieter aus, der zu einer üblichen Nutzung berechtigt sei.Laut OGH genügt ein durchschnittliches Lüftungsverhalten.Daraus folgt, dass bei eine durchschnittlichen Lüftungsverhalten eine etwaige Schimmelbildung dem Vermieter zurechenbar ist. Stellen Sie uns eine Anfrage und MIETHAMMER prüft Ihr Anliegen.

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Böses Erwachen bei der Schlüsselrückgabe

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Miete zu teuer? Überprüfung kann sich lohnen!

Preistreiber Lagezuschlag. Vermieter benutzen sehr häufig den Lagezuschlag um zusätzliche zum Richtwert noch die Preise zu erhöhen. So versuchen viele Vermieter noch höhere Mieten zu verrechnen. Vermutlich ist auch Ihre Wohnung betroffen… Der Oberste Gerichtshof stellte klar, dass es auf die „allgemeine Verkehrsauffassung und der Erfahrung des täglichen Lebens“ abzustellen sei, ob eine Lage als […]

Mietpreise steigen – Miethammer hilft.

Mietpreise steigen. Günstige Wohnungen sind Mangelware. Nicht mehr nur Studenten überlegen, ein Zimmer in einer WG zu mieten. Was viele nicht wissen. Auch in der WG gelten die mietrechtlichen Bestimmungen. Konkret bedeutet das:

  • Ist der Vertrag auf weniger als drei Jahre befristet liegt automatisch ein unbefristetes Mietverhältnis vor. Dieses kann nur aus bestimmten im Gesetz aufgezählten Gründen gekündigt werden.
  • Im Altbau ist die Höhe der Miete begrenzt. Wird nur ein einzelnes Zimmer vermietet, gilt sogar nur der Kategorie Mietzins (entspricht WC am GANG KAT „D“). Es darf dann max. Eur 1,71/m2 verrechnet werden. Für ein 20m2 Zimmer also nur rund Euro 35. 

Wer soll sich das noch leisten? Von explodierenden Mieten. Und einem Ausweg.

Laut einer Studie der Arbeiterkammer vom November 2017 sind die Mietpreise in Wien zwischen 2008 und 2016 um 43 % gestiegen. Ein Blick auf die Gehaltsabrechnung zeigt, dass Löhne und Gehälter einer solchen Steigerung weit hinterher hinken. Im Ergebnis bedeutet das, die Kosten für das Grundbedürfnis Wohnen werden immer höher und selbst das Wohnen auf Miete wird zum Luxus. Was viele jedoch nicht wissen: es gibt Abhilfe. Zumindest unter gewissen Voraussetzungen.

Was kann ich tun?

Das Mietrecht in Österreich gleicht einem Paragraphendschungel. Ausnahmen über Ausnahmen, Sonderreglungen und unverständliche Satzkonstruktionen finden sich zu Hauf. Wer weiß, wo er zu suchen hat, findet aber ein nützliches Werkzeug zur Bekämpfung hoher Mieten – das Mietzinsüberprüfungsverfahren. Es ermöglicht dem Mieter die Höhe seiner Miete anhand es gesetzlichen Richtwertes vor einer Schlichtungsstelle überprüfen zu lassen. Das Resultat einer positiven Prüfung ist ein gesenkter Mietpreis, sowie eine Rückzahlung der zu viel bezahlten Miete. Klingt zu gut um wahr zu sein? Jein.

Was muss ich beachten?

Natürlich hat die Sache einen Haken. Nicht jedes Mietverhältnis unterliegt der gesetzlichen Deckelung des Richtwertzinses gem. § 16 MRG. Grundsätzlich unterliegen nur Mieten im Altbau, also in Gebäuden, die mit einer Baubewilligung vor dem 8. Mai 1945 errichtet wurden, dem gesetzlichen Richtwert. Jedoch gibt es auch in dieser Beschränkung Ausnahmen, etwa bei denkmalgeschützten Gebäuden (jedoch wiederum nicht bei allen) oder in Gebäuden, deren Kriegsschäden durch Hilfe von öffentlichen Mitteln saniert wurden (ebenfalls mit Ausnahmen).

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verfristung. Handelt es sich um ein unbefristetes Mietverhältnis, muss ein Antrag auf Mietzinsüberprüfung innerhalb der ersten 3 Jahre nach Vertragsunterzeichnung eingebracht werden. Bei einem befristeten in der Regel innerhalb von 6 Monaten nach Ende des Mietverhältnisses. Verpasst man diese Frist, ist eine Überprüfung nicht mehr möglich.

Also ist es praktisch aussichtlos?

Nein! Trotz vieler Hürden und Ausnahmen kann sich eine Mietzinsüberprüfung lohnen. Vermieter verlangen teils das Doppelte der gesetzlich zulässigen Obergrenze. Über die Jahre zahlen Sie so ein kleines Vermögen an Ihren Vermieter.  Ein kleines Beispiel: Sie wohnen seit 3 Jahren in Ihrer Wohnung und zahlen monatlich 200 EUR zu viel Miete. Das sind 200 EUR x 12 Monate x 3 Jahre = 7.200 EUR an zu viel bezahlter Miete, die Ihnen zustehen und 200 EUR im Monat, die Sie in Zukunft einsparen.

Da die bürokratischen Hürden und rechtlichen Stolpersteine die Angelegenheit jedoch zu einem Minenfeld machen, ist die Inanspruchnahme einer Rechtshilfe zu empfehlen. Da unsere Experten  bereits hunderte Mietzinsüberprüfungen betreut haben, sind Sie bei uns in den besten Händen. Gerne betreuen wir Ihr Mietsenkungsverfahren und führen Sie kompetent ans Ziel – leistbares Wohnen.